Redaktionelles Team

Ulrike-Christiane Lintz
Redaktion, Projektentwicklung, Projektbegleitung
- Studium der Archäologie sowie der Vor- und Frühgeschichte, Philosophie, Germanistik und Mediävistik sowie Rechtswissenschaft an den Universitäten des Saarlandes und Trier; Studium der Judaistik (Eigenstudium)
- Diplomabschluss an der Universität Amsterdam;
- Publizistin; Reporterin; Journalistin; Mitglied im Deutschen Presse Verband (DPV).
Publikationen/Beiträge:
- Wissenschaftliche Beratung und Expertise im Rahmen einer geplanten Ausstellung der American Sephardi Federation (ASF) mit Fokus auf die Jüdische Geschichte Afghanistans
- Lintz, Ulrike-Christiane. “Persisch-hebräische Inschriften aus Afghanistan (Teil I).“ JUDAICA. Beiträge zum Verstehen des Judentums 4 (2008): 333-358;
- Dies. “Persisch-hebräische Inschriften aus Afghanistan (Teil II.“, JUDAICA. Beiträge zum Verstehen des Judentums 1 (2009): 43-74;
- Dies. “The Qur'anic Inscriptions of the Minaret of Jam in Afghanistan.“ In: Mohammad Gharipour and Irvin Cemil Schick, eds., Calligraphy and Architecture in the Muslim World. Edinburg: Edinburgh University Press, 2013, 83-102;
- Dies. “Survey of Judaeo-Persian Inscriptions from Djam, Central Afghanistan.“ In: Mariko N. Walter and James P. Ito-Adler, eds., The Silk Road: Interwoven History, Vol. 1: Long-distance Trade, Culture, and Society. Cambridge: Cambridge Institutes Press, 2015, 132-177;
- Dies. “Reflection of Sacred Realities in Urban Contexts: The Synagogues of Herat.“ In: Mohammad Gharipour, ed., Synagogues in the Islamic World, Architecture, Design, and Identity. Edinburgh: Edinburgh University Press, 2017, 51-72.
Michael Mario Lintz
Kommunikation - Projektsteuerung
- Studium der Germanistik, Philosophie, M.A. an der Universität des Saarlandes sowie Studium der Judaistik (Eigenstudium)
Beiträge:
- Organisation, Betreuung und Führung durch die Ausstellung "Juden in Deutschland" von Nachum Tim Gidal (Beit Hatefusot, Tel Aviv/IL), Archivierung und Erhalt dieser Ausstellung durch Vermittlung an den Zentralrat der Juden in Deutschland Bonn/Berlin
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Emil-Frank-Institut an der Theologischen Fakultät und Universität Trier, Erstellung einer biographisch-bibliographischen Datenbank "Juden im Kreis Bernkastel-Kues-Wittlich vom 13. - 20. Jh."
Unsere Zielsetzung
Erfahren Sie mehr über die strategischen Zielsetzungen und ethischen Grundsätze von Museo-on sowie über unseren Beitrag zur kulturellen Verständigung. Unsere Mission besteht darin, unser gemeinsames kulturelles Erbe zu bewahren und gleichzeitig dessen Zugänglichkeit für zukünftige Generationen zu gewährleisten. Wir sind überzeugt, dass Dokumentation, Film, Fotografie und Musik wirksame Instrumente darstellen, um Geschichte zu vermitteln und interkulturelle Beziehungen zu stärken.
Unsere umfassenden Aktivitäten in den Bereichen Dokumentation, Film- und Fotoarchiv, Filmproduktion, Medienberatung und unserem Online-Archiv und Museum unterstreichen unser Engagement für die Erhaltung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes.
Unsere Heimatstadt und die ehemalige Synagoge
Die ehemalige Synagoge unserer Heimatstadt Homburg/Saar, gelegen in der Klosterstraße 6, wurde zwischen 1697 und 1699 ursprünglich als Franziskanerkirche errichtet und erhielt 1862 die feierliche Weihe zur Synagoge der jüdischen Gemeinde. Die offizielle Einweihung des Gebäudes fand am 21. Februar 1862 im Rahmen einer religiösen Umwidmung statt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, während der Reichspogromnacht, erlitten die Räumlichkeiten eine systematische Zerschlagung und wurden durch den anschließenden Brand vollständig vernichtet.
Die erhaltene Ruine der ehemaligen Synagoge wurde im Jahr 2003 in eine Gedenkstätte umgewandelt. Heute dient sie als ein bedeutendes Mahnmal für das jüdische Leben in Homburg, das bis Oktober 1940 durch Deportationen nahezu vollständig ausgelöscht wurde. Dieses denkmalgeschützte Bauwerk stellt einen zentralen Erinnerungsort für die jüdische Gemeinschaft sowie für die Opfer des Nationalsozialismus dar.
Anlässlich des 9. Novembers und weiterer Gedenktage werden dort Veranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes durchgeführt. Die ehemalige Synagoge wird als essentielles Zeugnis der jüdischen Geschichte und der Verbrechen des Nationalsozialismus in der Stadt Homburg anerkannt.
Die Fotografien wurden am 10. November 2025 im Rahmen der Veranstaltung „Gedenken zur Reichspogromnacht“ 9. November 1938 erstellt. Für die Veranstaltung am 10. November 2025 wurde Frau Johanna Bergin, die Tochter der verstorbenen Homburger Jüdin Edith Aron, als Hauptrednerin eingeladen.
Edith Aron, Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin, wurde am 04. September 1923 in Homburg/Saar(gebiet) geboren und wuchs dort in einer jüdischen Familie auf. Sie war die Tochter des Kaufmanns Sigmund Aron (1883-1958) und seiner Frau Elisabeth („Else“), geborene Wolf (1894-1966). Ihr Lebensweg führte sie von ihrem Geburtsort Homburg über Argentinien und Paris bis nach London. In ihrer Tätigkeit als Sprachmittlerin prägte sie die deutschsprachige Rezeption lateinamerikanischer Literatur, allen voran durch ihre Übersetzungen von Jorge Luis Borges. Ihre Werke sind geprägt von Flucht und Exil. Obwohl sie viele Jahre im Ausland lebte, blieb ihre Herkunft im Saarpfalz-Kreis ein wichtiger Bezugspunkt in ihrem Leben und Werk.
(Fotos: Ulrike-Christiane Lintz, ©Museo-on)
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