Synagoge und jüdische Gemeinschaft

Afghanistans Jüdisches Erbe

Historischer Hintergrund

Die Schließung der Mullah-Samuel-Synagoge in Herat sowie die Überführung liturgischer Artefakte nach Israel im Jahr 1978 markierten einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte der jüdischen Diaspora in Zentralasien. Die afghanische jüdische Gemeinde zeichnet sich durch ihre Erhaltung des jahrhundertealten Erbes jüdischer Präsenz in dieser Region aus. Historischen jüdischen, muslimischen und persischen Quellen zufolge kann die Ansiedlung dieser Gemeinschaft auf die Epoche der zehn Stämme zurückgeführt werden, die infolge der assyrischen Invasion im Jahr 721  BC in der Gegend siedelten. 

Laut lokaler Überlieferung stammen die drei maßgeblichen Stämme Afridi, Durrani und Yussufzai von diesen Stämmen ab. Diese Erzählungen stützen sich auf die etymologischen Ursprünge der Stammesnamen, welche Verbindungen zu den israelitischen Stämmen Ephraim, Dan und Joseph aufweisen, sowie auf diverse Bräuche, die an israelitische Traditionen erinnern. Des Weiteren existieren ungenaue Überlieferungen ohne historische Grundlage, die die Nordstadt Balkh mit der Zuflucht des Propheten Jeremia und der Grabstätte des Propheten Hesekiel in Verbindung bringen. 

Seit der Entdeckung der Kairoer Geniza in den 1890er Jahren, gefolgt von André Dupont-Sommers Veröffentlichung des Artikels „Une inscription hébraique d'Afghanistan“ im Jahr 1946 und  der Auffindung der frühesten bekannten judeo-persischen Briefe aus Dandan Uiliq, nahe Khotan in Xinjiang, China, aus dem späten 8. Jahrhundert n. Chr. im Jahr 1901, wurden zahlreiche weitere jüdische Korrespondenzen, Manuskripte und Fragmente entdeckt. Diese Entwicklungen kulminierten in dem bemerkenswerten Fund der „Afghan Geniza“ im Jahr 2012. 

Am 23. Januar 2012 berichtete Reuters aus Kabul über die Entdeckung antiker jüdischer Schriftrollen in der Provinz Samangan im Norden Afghanistans. Diese sind in Hebräisch, Aramäisch, Judaeo-Arabisch und Judaeo-Persisch verfasst – das seit langem verlorene Pendant der persischen und afghanischen Juden zum Jiddisch, verfasst in hebräischen Buchstaben. Die Manuskripte stellen den ersten physischen Beweis für eine jüdische Gemeinde in Afghanistan vor mehr als einem Jahrtausend dar. Die  jüdischen Dokumente, die in Höhlen Afghanistans entdeckt wurden, sind als "Afghan Geniza" bekannt. Die rund 150 Dokumente aus dem 11. Jahrhundert, die in der Provinz Samangan gefunden wurden, dürften wahrscheinlich geschmuggelt worden sein – ein bedauerliches, jedoch häufiges Schicksal der antiken Artefakte eines kriegsgeplagten und armen Landes. 

Der emeritierte israelische Professor Shaul Shaked (1933-2021), der einige der Manuskripte, darunter Handelsdokumente und rechtliche Vereinbarungen aus diesem kulturellen  Schatz  AFghanistans untersucht hatte, stellte fest, dass die Existenz der antiken afghanischen Juden zwar bekannt sei, ihre Kultur jedoch weiterhin ein Geheimnis bleibe: 

Hier sehen wir zum ersten Mal Beweise und können tatsächlich die Schriften dieser jüdischen Gemeinde studieren. Es ist sehr aufregend“, erklärte Shaked in einem Telefongespräch mit Reuters aus Israel, wo er an der Abteilung für Vergleichende Religionswissenschaften und Iranische Studien an der Hebräischen Universität Jerusalem lehrte. 

Der Schatz befand sich zu dieser Zeit  im Besitz privater Antiquitätenhändler in London, die in den Jahren zuvor  eine kleine Anzahl neuer Dokumente präsentiert hatten, was den Zeitpunkt markiert, an dem Shaked vermutet, dass diese entdeckt und in einer geheimen Operation aus Afghanistan geschmuggelt wurden. 

Es ist wahrscheinlich, dass sie jüdischen Händlern gehörten, die auf der Seidenstraße unterwegs waren, die quer durch Zentralasien verlief“, äußerte T. Michael Law, Postdoktorand der British Academy am Center for Hebrew and Jewish Studies der Universität Oxford. „Sie könnten von Händlern hinterlassen worden sein, die auf ihrem Weg haltmachten, oder sie könnten aus einer benachbarten Region stammen und aus einem Grund abgelegt worden sein, den wir noch nicht verstehen“, fügte Law hinzu.

Im März 2012 wurde sodann berichtet, dass ungefähr 200 Dokumente aus der "Afghanischen Geniza"gefunden worden seien, der bedeutendste Fund hebräischer Manuskripte seit der "Kairoer Geniza", die Ende des neunzehnten Jahrhunderts entdeckt wurde.

Am 3. Januar 2013 gab die Nationalbibliothek Israels in Jerusalem bekannt, dass sie nach langen Verhandlungen mit Antiquitätenhändlern 29 Manuskripte aus der Afghanischen Geniza angekauft habe, von den Hunderten, die angeblich verfügbar waren.

Literatur: Ferris-Rotman, Amie. "Ancient Jewish scrolls found in north Afghanistan" (January 23, 2012), auf www.reuters.com, abgerufen am 10.04.2026.

"Une inscription hébraique d'Afghanistan"

Abb. 1 A: Die im Jahre 1946 erstmals veröffentlichte Inschrift (Fläche A)  dat. 1198 Digitalisat (Quelle: Negativ von W.Herberg, ©Museo-on

 

Mit der Erstveröffentlichung einer dreiteiligen  persisch-hebräischen Inschrift aus dem Jahre 1198 für "Elisa ben Mose Joseph"  (Abb. 1 A) eröffnete André Dupont-Sommer 1946 eine wissenschaftliche Diskussion, die für die Erforschung der Geschichte jener in der Provinz Ghor ansässigen,  durch multiple kulturelle und historiches Einflüsse einer historischen Globalisierung entlang der Seidenstraße  geprägten, einst blühenden jüdischen Gemeinschaft, bis heute nichts an Aktualität und Bedeutung eingebüßt hat. 

Daniel Schlumberger, der Direktor der "Délégation Archéologique Française en Afghanistan", brachte von einer Reise aus Kabul einen Papierabklatsch dieser Inschrift (Abb. 1) mit, die er dem Orientalisten und Inschriftenkenner M. René Dussaud in Paris übergab. Dieser Abklatsch diente Dupont-Sommer als Quelle seiner Transkription, Interpretation und Datierung nach „der Erschaffung der Welt", die sich nach Samuel M. Sterns  Bearbeitung später allerdings zum Teil als falsch erwiesen. Dupont-Sommers Interpretation erwies sich ohne entsprechendes Vergleichsmaterial als schwierig: Nicht nur judaeo-persische Formeln sind ihm unbekannt; er erkennt auch nicht die persischen Lehnwörter. Dupont-Sommers Datierung erfolgte nach der „Erschaffung der Welt". Nach gängiger Praxis ergab die Ergänzung der Jahreszahl um die noch fehlenden Tausender das Jahr 4510; dies entsprach dem Jahr 749 n. Chr.

Ganz anders dem gegenüber Samuel M. Stern. Sowohl in der Anordnung der beschrifteten Flächen A, B und C als auch in der Transkription und Interpretation einzelner Wörter weicht er von Dupont-Sommer ab. Höchst unwahrscheinlich schien es ihm, dass der Name des Verstorbenen auf einer Grabinschrift nicht genannt sein sollte. Ungeklärt blieb allerdings auch bei Stern zunächst die genaue Datierung. Die Übermittlung eines Auszugs aus Dupont-Sommers Artikel durch Schlumberger  veranlasste 1947 W. J. Fischel zu einer eigenen Interpretation und Korrektur nicht nur der zitierten Wörter persischen Ursprungs, sondern auch der seitens Dupont-Sommer errechneten Datierung (749 n. Chr.)  in Anlehnung an Sterns Untersuchungen. W. J. Fischels  Interpretation  entsprach der Datierung nach der Seleukidenära: die Subtraktion von 312 ergab die korrekte Datierung in das Jahr 1198 n. Chr. Das Datum der Inschrift lautet demnach  "Sabbat, den 24. Tischri 4959 Samstag, dem 26.09.1198". 

In jüdischen Chroniken finden sich nur wenige Belege für ihre Existenz in diesem Kulturraum, der- oft als Wegekreuz Asiens bezeichnet- China und Indien mit dem Vorderen Orient und der Mittelmeerwelt verband. In der "History of Civilization of Central Asia" suchen wir ihre Geschichte vergeblich, und die "Encyclopedia Judaica" enthält dieses kurze Statement: 

"A Jewish community in Firoz Koh, capital of the medieval rulers of Ghur or Ghuristan, situated halfway between Herat and Kabul, is mentioned in Tabaqât i-Nâsirî, a chronicle written in Persian (completed around 1260) by al-Juzjani. This is the first literary reference to Jews in the capital of the Ghurids. About 20 recently discovered stone tablets, with Persian and Hebrew inscriptions dating from 1115 to 1215, confirm the existence of a Jewish community there. The Mongol invasion in 1222 annihilated Firoz Koh and its Jewish community."

Das vorliegende erstmals 1946 veröffentlichte Epitaph für  den „teuren, verständigen, frommen, (gottes)fürchtigen, ehrwürdigen Bruder Elisa, des Sohnes des Mose Joseph " gehört zu einem Corpus von insgesamt 91 datierten (1012-1220 n. Chr.) und undatierbaren persisch-hebräischen  Inschriften, welche auf den Zeitraum von 1012 bis 1220 n. Chr.  datiert sind und auf dem jüdischen Friedhof am Kūh-i Kushkak, Afghanistan entdeckt wurden. Dieser historisch bedeutsame mittelalterliche jüdische Friedhof befindet sich am südlichen Rand von Djām, in der Nähe des UNESCO-Weltkulturerbes, dem Minarett von Djām, welches während der Ghūriden-Dynastie (1148–1215 n. Chr.) erbaut wurde. 

Die persisch-hebräischen Grabinschriften des jüdischen Friedhofs am Kūh-i Kushkak, wurden  in der Zeit von 1946 bis 1999 erfasst, bisher jedoch nur zum Teil systematisch dokumentiert und veröffentlicht. Davon wurden 85 Inschriften allein durch den Theologen, Orientalisten und Afrikanisten Eugen Ludwig Rapp in den Jahren 1965 bis 1973 der epigraphischen Forschung zugänglich gemacht.

Der jüdische Friedhof am Kūh-i Kushkak  gilt als ein bedeutendes Zeugnis der vielschichtigen historischen und kulturellen Einflüsse, die entlang der Seidenstraße in Asien wirkten. 

Literatur:  Lintz, Ulrike-Christiane. “Survey of Judaeo-Persian Inscriptions from Djam, Central Afghanistan.“ In: Mariko N. Walter and James P. Ito-Adler, eds., The Silk Road: Interwoven History, Vol. 1: Long-distance Trade, Culture, and Society. Cambridge: Cambridge Institutes Press, 2015, 132-177 ;  Lintz, Ulrike-Christiane. “Persisch-hebräische Inschriften aus Afghanistan (Teil I).“ JUDAICA. Beiträge zum Verstehen des Judentums 4 (2008): 333-358 ; Dies. “Persisch-hebräische Inschriften aus Afghanistan (Teil II.“, JUDAICA. Beiträge zum Verstehen des Judentums 1 (2009): 43-74.

Zwei persisch-hebräische Briefe aus Dandan Uiliq
 

 

Der Fundort Dandan Uiliq, auch  Dandan Oilik 丹丹烏里克 (Dan dan wu li ke), wörtlich „Ort der Elfenbeinhäuser“ -   zwischen den Flüssen Khotan und Keriya gelege -  befindet sich etwa 50 Meilen nördlich von Domoko, das am südlichen Arm der Seidenstraße liegt.Dandan Uiliq ist eine historische, im Wüstensand versunkene Oasenstadt und ein buddhistisches Kloster in der Taklamakan-Wüste. Die Stadt liegt nordöstlich von Khotan und war zwischen dem 4. und 9. Jahrhundert n. Chr. ein wichtiger Handels- und religiöser Knotenpunkt an der Seidenstraße.

Der ungarisch-britische Archäologe und Geograph Sir Aurel Stein (1862–1943) erforschte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die antiken Stätten entlang der Seidenstraße in Zentralasien. Bekannt wurde er vor allem durch seine Expeditionen und Ausgrabungen in der heutigen chinesischen Region Xinjiang. Sir Aurelius Stein führte hier zwischen dem 19. Dezember 1900 und dem 3. Januar 1901 Ausgrabungen durch. 1900 wurde Aurel Stein von einem einheimischen Führer auf Gegenstände aufmerksam gemacht, woraufhin er die Stätte zwei Wochen lang erfolgreich ausgrub. Zu seinen bedeutendsten Funden dort zählen bemalte hölzerne Gedenktafeln (Votivtafeln), Stuckfiguren und gut erhaltene Wandmalereien, die starke indische Einflüsse aufweisen (Buddhistische Kunst), zahlreiche Papierfragmente und Holztafeln mit Texten in der khotanesischen Sprache und Brahmi-Schrift sowie   bemerkenswerte, in hebräischen Schriftzeichen verfasstes persische Dokumente aus dem späten 8. Jahrhundert, Judaeo-Persische Briefe (s. Abb.).  Diese Dokumente liefern wertvolle Erkenntnisse über das sozioökonomische Leben der mittelalterlichen jüdischen Gemeinschaften im östlichen Mittelmeerraum, im Iran, in Indien und darüber hinaus. 

Die Merkmale der beiden persisch-hebräische Briefe aus Dandan Uiliq, durchsetzt mit Lehnwörtern spiegeln anschaulich den mehrsprachigen und multikulturellen Hintergrund des Verfassers von Brief 1 (Abb. 1) und Brief 2 (Abb.2) wider. Aufgrund ihrer archaischen Merkmale lässt sich die Sprache, die der Autor sprach – in der der Anteil arabischer Lehnwörter deutlich geringer ist als im klassischen Neupersischen – als eine Art Neupersisch vor der Entstehung des Neupersischen oder als „embryonales“ Neupersisch charakterisieren. Dies spricht eher für die Ansicht, dass das Neupersische das Ergebnis eines Kreolisierungsprozesses war, ein Produkt des soziopolitischen Umfelds des multiethnischen Zentralasiens in den ersten Jahrhunderten der islamischen Eroberung (Utas 2013).

Der Fund von Judaeo-Persischen Materialien aus einer so frühen Zeit in Khotan ist auf den ersten Blick unerwartet, wenn nicht gar überraschend, so der „Invisible East“-Forscher Zhang Zhan.   Wenn wir jedoch -   so seine These  - den Untersuchungsrahmen erweitern, erweist sich dies als weniger überraschend, da  drei kurze Judaeo-Persische Inschriften in Tang-i Azao im Westen Afghanistans  aus den Jahren 752/753 stammen (Henning 1957). 

Eine undatierte Inschrift, so   Zhang Zhans  - in hebräischen Buchstaben wurde im Tal des Oberen Indus gefunden (Jettmar 1987). Ein einseitiges Amulett in hebräischer Sprache aus Dunhuang stammt aus dem 9. Jahrhundert (Wu 1996). Die Quilon-Kupfertafeln aus Südindien, die eine Zeugenklausel in Juden-Persish  enthalten, stammen ebenfalls aus dem 9. Jahrhundert und zeigen, dass die iranischen Juden die Seeroute nutzten (Cereti 2009). 

Im späten 9. Jahrhundert waren bereits Juden in Südchina präsent, wie aus arabischen Quellen hervorgeht, wonach die von Huang Chao angeführten Rebellenkräfte eine große Anzahl von Juden und Arabern in Guangzhou massakrierten (Ferrand 1922: 76). Nicht zuletzt waren auch die Juden, die sich im 11. Jahrhundert in Kaifeng niederließen, persischsprachig, wie die Judaeo-Persischen Titel und Kolophone ihrer Haggada belegen (Wong und Yasharpour 2011). 

ie beiden Beiefe Du1 & 2 (hier: Brief 1 und Brief 2) könnten somit - so  Zhang Zhan,  ein fehlendes Glied in der Ausbreitung des jüdischen Netzwerks im Osten darstellen. 

Literatur: Zhang, Zhan. "Two Judaeo-Persian Letters from Eighth-Century Khotan". Bulletin of the Asia Institute 31, 2022-23, pp. 105-133; "Dandan Uiliq", auf idp.bl.uk, abgerufen am 12.06.2026.

Die Judeo-Persischen Inschriften auf einer Felswand bei  Tang-i Azao, 1300 CE

Abb.3 Die Inschrift aus Tang-i Azao vom 20. August 1300  - Digitalisat (Quelle: schwarz-weiss Fotografie von M. Tschacher, Mainz ©Museo-on

Hier gilt jedoch zu beachten, dass die drei  Judeo-Persischen Inschriften auf einer Felswand bei  Tang-i Azao (Abb.3), im Westen Afghanistans, die im Frühsommer 1952 von Roman Ghirshman, dem damaligen Leiter der Mission Archéologique Fancaise en Iran, und Richard  N. Frye, etwa 25 km südlich von Djam und 200 km östlich von Herat, in einer Schlucht zwischen Shahrak und Khwaja Chist gelegen, entdeckt wurden,  nicht in  die Jahre 752/753 zu datieren sind. Werner B. Henning entzifferte diese Inschriften dank einer Serie vortrefflicher Fotofrafien, die er 1956 in Zusammenrbeit mit der Herfort-Wadham Afghanistan Expedition erhalten hatte. Richard  N. Fryes zeitliche Einordnung hielt Werner B. Henning für rein hypothetisch zwar, aber durchaus möglich, wenngleich der nächstgelegene Fundort parthischer Inschriften Kal-i-Jangal sich etwa 300 Meilen entfernt befand. Erhebliche Schwierigkeiten bereitete die in der Inschrift verwandte Abbreviatur, die in ihrer Reihenfolge von der bisher geläufigen Form abweichend - auf die Seleukidenära hinzudeuten schien, was eine Datierung in das Jahr 752/53 CE ergab.

Bei nochmaliger Überprüfung mittels einiger Vergrösserungen und Ausdrucke der in Hennings Artikel veröffentlichten Fotografie gelang Eugen Ludwig Rapp (1904-1977), einem deutschen evangelischen Theologen, Orientalist und Afrikanist, Professor für Christliche Orientalistik an der Universität Mainz (1949 bis 1972), die Datierung auf "Sabbat, den 4. Elul 5060" nach der allgemein gebräuchlichen Abbreviatur "4- 'el[ul]- 60" für das Jahr 5060. Dies ergibt Samstag, den 20. August 1300 CE:  „Dies ist die gebräuchliche Abkürzung für 5060, im Hebräischen allgemein als l'-elef hassissi „des sechsten Tausends“ bezeichnet. Es bedeutet, dass die Jahreszahl nach dem prat qatan „der kleinen Zeitrechnung“ angegeben wird, d. h. unter Weglassung der Tausender. 

Rapp kommentiert:

Das Jahr 5060 nach der Schöpfung der Welt (bri'at 'olam)  reicht vom Samstag, dem 29. August 1299, bis zum Donnerstag, dem 14. September 1300. Der Monat Elul, der in jenem Jahr am Mittwoch, dem 17. August 1300, beginnt, gibt uns für den 4. Elul das Datum „(Samstag), 20. August 1300“, wahrscheinlich das Datum der Ankunft der drei Männer an jenem Ort. Wir brauchen uns über das genaue Datum einer solchen Inschrift nicht zu wundern, wenn wir bedenken, dass die Inschriften von Djam  in ihrer Mehrheit sogar den Wochentag angeben und dies korrekt tun.“ (Übersetzung aus dem Englischen durch den Autor).

Die  in der Literatur wiederholt  benannte Falschdatierung auf das Jahr  752/753, die  einen Anachronismus von nicht weniger als 547 Jahren aufwies, eine falsche Datierung, die unglücklicherweise  in Folge von anderen Autoren, so etwa von A.D.H. Bivar in seinem Artikel über "Ghur" in der Encyclopédie de l'Islam (Bd. II, 1965, Sp. 1122: "Une tradition sur l'existence de colonies juives se trouve confirmée par la découverte d'une unscription judéo-persane de 752-3 de J.-C. à Tang-i Azao, près de Cisht." ) übernommen  wurde, gab immer wieder Anlass dazu, dass  bis in die Gegenwart in  unterschiedlichen Quellen wiederholt  Hinweise auf  Inschriften  und Grabinschriften aus Afghanistan erscheinen, die fälschlicherweise eine  sehr frühe Datierung der Funde  in die Jahre  752/53  CE dokumentieren, jedoch  keinerlei Hinweis auf eine jüdische Präsenz in der benannten Zeit des 8. Jahrhunderts   in dieser Region Afghanistan bestätigen.

Diese drei Inschriften aus Tang-i Azao aus dem Jahr 1300 sind somit 80 Jahre älter als das jüngste datierbare Epitaph von Djam aus dem Jahre 1220 - zwei Jahre vor der totalen Zerstörung der Stadt Firüzküh durch Ögödei, den Sohn Cingiz-Khans im Jahre 1222/23- und 65 Jahre früher als die hebräische Inschrift der Mamortafel aus der Region Kabul, die  "Moses, Sohn des Ephraim Bezalel" gedenkt, der im Jahr 1365 verstarb (siehe Abb.4).

Literatur: Lintz, Ulrike-Christiane. “Survey of Judaeo-Persian Inscriptions from Djam, Central Afghanistan.“ In: Mariko N. Walter and James P. Ito-Adler, eds., The Silk Road: Interwoven History, Vol. 1: Long-distance Trade, Culture, and Society. Cambridge: Cambridge Institutes Press, 2015, 132-177 ;  Lintz, Ulrike-Christiane. “Persisch-hebräische Inschriften aus Afghanistan (Teil I).“ JUDAICA. Beiträge zum Verstehen des Judentums 4 (2008): 333-358 ; Dies. “Persisch-hebräische Inschriften aus Afghanistan (Teil II.“, JUDAICA. Beiträge zum Verstehen des Judentums 1 (2009): 43-74.

Die Inschrift für "Moses, Sohn des Ephraim Bezalel", 1365 CE

Ein weitere sehr schöne  Inschrift aus Afghanistan  - in Versform auf hellem Marmor erhaben geschrieben -reich an Vokabular, von bemerkenswerter dichterischer Gestaltung und mit einem Endreim versehen,  gedenkt "Moses, Sohn des Ephraim Bezalel", der im Jahr 1365 verstarb (siehe Abb. 4)

Abb.4 Inschrift auf hellem Marmo aus dem jahr 1365 (Museum Kabul) (Quelle: schwarz-weiss Fotografie H. Humbach, Kabul 1964 - ©Museo-on.

Obgleich diese  Inschrift bis auf wenige Ausnahmen nur biblische Worte und Ausdrücke enthält, sind, so Eugen Ludswig Rapp - "keine wirklichen Zitate" zu erkennen. Die Inschrift, die  1964 von Helmut Humbach  im Museum Kabul  dokumentiert wurde   (Fotografien und ein Papierabklatsch) ist ein Beleg für die Existenz einer jüdischen Gemeinde im östlichen Khorasan und wird durch die Aufzeichnungen von Hawqal Istakri, einem arabischen Geographen des 10. Jahrhunderts, unterstützt. Istakhri erwähnte auch die jüdische Gemeinschaft in Kandahar, welche im südlichen Afghanistan an der Route nach Indien liegt. Darüber hinaus existierten weitere Gemeinden in Merv und Nishapur. Die meisten jüdischen Gemeinden in Khorasan wurden während der mongolischen Besetzung zu Beginn des 13. Jahrhunderts weitreichend zerstört.

Die "Afghan Genizah"

Abb. 4 Two pages of an account-book belonging to Abū Naṣr Yehuda (Jerusalem, the National Library of Israel, Ms. Heb. 8333.206=4)

Am 23. Januar 2012 berichtete Reuters aus Kabul über die Entdeckung antiker jüdischer Schriftrollen in der Provinz Samangan im Norden Afghanistans. Diese sind in Hebräisch, Aramäisch, Judäo-Arabisch und Judeo-Persisch verfasst – das seit langem verlorene Pendant der persischen und afghanischen Juden zum Jiddisch, verfasst in hebräischen Buchstaben. Die Manuskripte stellen den ersten physischen Beweis für eine jüdische Gemeinde in Afghanistan vor mehr als einem Jahrtausend dar. Die  jüdischen Dokumente, die in Höhlen Afghanistans entdeckt wurden, sind als "Afghan Geniza" bekannt. Die rund 150 Dokumente aus dem 11. Jahrhundert, die in der Provinz Samangan gefunden wurden, dürften wahrscheinlich geschmuggelt worden sein – ein bedauerliches, jedoch häufiges Schicksal der antiken Artefakte eines kriegsgeplagten und armen Landes. 

As the title of this post indicates, the collection is known as the “Afghan Genizah”. A genizah is a Hebrew term denoting a designated storage area in the synagogue for worn-out written materials. How did this collection come to be called a genizah? The Hebrew-script texts, some of which are of religious nature, were the first ones to be introduced to the public. Their uniqueness and unexpected origin caused much excitement, and it was assumed that they hailed from a lost genizah, although no evidence of their place of discovery has surfaced. Later on, it became clear that together with the Hebrew-script documents, there are many others with no relation to Judaism or the Jewish inhabitants of Bāmiyān. However, the name “Afghan Genizah” remained, and became the name for the entire collection.

Der emeritierte israelische Professor Shaul Shaked 81933-2021), der einige Gedichte, Handelsdokumente und rechtliche Vereinbarungen aus diesem Schatz untersucht hatte, stellte fest, dass die Existenz der antiken afghanischen Juden zwar bekannt sei, ihre Kultur jedoch weiterhin ein Geheimnis bleibe. „Hier sehen wir zum ersten Mal Beweise und können tatsächlich die Schriften dieser jüdischen Gemeinde studieren. Es ist sehr aufregend“, erklärte Shaked in einem Telefongespräch mit Reuters aus Israel, wo er an der Abteilung für Vergleichende Religionswissenschaften und Iranische Studien an der Hebräischen Universität Jerusalem lehrte. Der Schatz befand sich zu dieser Zeit  im Besitz privater Antiquitätenhändler in London, die in den Jahren zuvor  eine kleine Anzahl neuer Dokumente präsentiert hatten, was den Zeitpunkt markiert, an dem Shaked vermutet, dass diese entdeckt und in einer geheimen Operation aus Afghanistan geschmuggelt wurden. „Es ist wahrscheinlich, dass sie jüdischen Händlern gehörten, die auf der Seidenstraße unterwegs waren, die quer durch Zentralasien verlief“, äußerte T. Michael Law, Postdoktorand der British Academy am Center for Hebrew and Jewish Studies der Universität Oxford. „Sie könnten von Händlern hinterlassen worden sein, die auf ihrem Weg haltmachten, oder sie könnten aus einer benachbarten Region stammen und aus einem Grund abgelegt worden sein, den wir noch nicht verstehen“, fügte Law hinzu.

Im März 2012 wurde sodann berichtet, dass ungefähr 200 Dokumente aus der Afghanischen Geniza (Geniza) gefunden worden seien, der bedeutendste Fund hebräischer Manuskripte seit der Kairoer Geniza, die Ende des neunzehnten Jahrhunderts entdeckt wurde.

Am 3. Januar 2013 gab die Nationalbibliothek Israels in Jerusalem bekannt, dass sie nach langen Verhandlungen mit Antiquitätenhändlern 29 Manuskripte aus der Afghanischen Geniza gekauft habe, von den Hunderten, die angeblich verfügbar waren.

Literatur: Ferris-Rotman, Amie. "Ancient Jewish scrolls found in north Afghanistan".January 23, 2012, auf www.reuters.com, abgerufen am 10.04.2026; Williams, Teri.The "Afghan Genizah": A New Source for the History of Pre-Mongol Bmiyan, auf euppublishingblog.com/2019/04/02/the-afghan-genizah/, abgerufen am 10.04.2026'.

he collection, which originates in central Afghanistan, consists of several chronological layers datable to the 11th–13th centuries. Its richness and diversity in both genre and language is apparent even by a quick glance: a Jewish prayer alongside a Qurʾanic fragment; a private letter written in Judeo-Persian (Persian in Hebrew characters) and a much later tax receipt written in Persian in Arabic script. What seems to bind the different parts of this collection together is their geographical provenance, as many of the documents were composed by and for individuals from the region of Bāmiyān.

Thanks to the efforts of the National Library of Israel, the collection has been fully digitized and is now available at the website of the National Library of Israel. High-quality images may be downloaded.

Die geographische Lage dieser Region ist von wesentlicher Bedeutung für das Verständnis der Ursprünge und Merkmale der jüdischen Gemeinde. Afghanistan stellt einen sunnitisch-islamischen Staat dar, dessen Bevölkerung eine heterogene Zusammensetzung aus einheimischen Stämmen sowie Nachfahren persischer, muslimischer und mongolischer Eroberer aufweist. Historisch betrachtet war dieses Gebiet Teil der persischen Provinz Khorasan, die im Mittelalter Ostpersien, Afghanistan, Turkmenistan und den Süden Tadschikistans umfasste.

In den jüdischen Quellen der talmudischen Ära wird Khorasan als das Gebiet beschrieben, in das die Führungspersönlichkeiten der babylonischen Diaspora Mitglieder der Gemeinde verbannten, die aufgrund bestimmter Vergehen einer solchen Strafe ausgesetzt waren. Zu jener Zeit verfügte Khorasan über eine signifikante Bevölkerung. Kalif Omar II. unternahm zwischen 717 und 720 n. Chr. den Versuch, die Ausbreitung der jüdischen Gemeinde einzudämmen, indem er den Bau von Synagogen untersagte. Die Juden Khorasans unterstanden der Jurisdiktion der Pumbedita-Jeschiwa; allerdings legen verschiedene Quellen nahe, dass diese Gemeinden in einem gewissen Maße autonom agierten, insbesondere die Gemeinde von Balkh. Muslimische Geografen jener Zeit erwähnen diese Gemeinde und bezeichnen sie als „das Tor der Juden“ (Bab al-Yahud) sowie als „das Jüdische“ (al-Yahudiyya), was auf ihre kulturelle und religiöse Bedeutung hinweist. Darüber hinaus war die Gemeinde in Israel bekannt, wie die Kommentare des 9. Jahrhunderts von Hiwi al-Balkhi, einem herausragenden Bibelkritiker, belegen.

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Die Jüdische Gemeinschaft Afghanistans 

Die Synagoge - Zentrum des jüdischen Lebens

In diesem Artikel untersuchen wir den Jahreszyklus der jüdischen Feiertage, von Pessach bis Jom Kippur. Dieses Erbe ist nicht nur geprägt von den religiösen Praktiken, sondern auch von den kulinarischen Traditionen und den individuellen Bräuchen, die über Jahrhunderte hinweg weitergegeben wurden. Der Jahreszyklus stellt eine bedeutende Zeitspanne dar, die sowohl die kollektive Erfahrung der jüdischen Gemeinde als auch die persönliche Spiritualität jedes Einzelnen umfasst.

Wisse, dass es unsere Gewohnheit ist, eine Kerze der Seele zu Ehren der Gerechten und zur Erhebung ihrer Seelen anzuzünden, wie es heißt: 

"Die Kerze des Herrn ist die Seele des Menschen."

Pessach: Freiheit und Tradition

Pessach, das Fest der ungesäuerten Brote, markiert den Beginn des jüdischen Frühlings. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten und die damit verbundene Freiheit. Die traditionelle Seder-Mahlzeit ist geprägt von speziellen Speisen, die symbolisch für die jüdische Geschichte stehen. Während dieses Festes spielen auch die Geschichten und Lieder eine wichtige Rolle, da sie das Bewusstsein für das jüdische Erbe stärken.

Jom Kippur: Ein Tag der Versöhnung und Reflexion

Jom Kippur, der Höchste Feiertag im jüdischen Kalender, ist ein Tag der Buße und des Fastens. An diesem Tag bemühen sich die Menschen um Versöhnung – sowohl mit Gott als auch mit anderen. Kulinarisch wird dieser Tag durch gebrochene Fastentraditionen geprägt, die von der Gemeinschaft gemeinsam gefeiert werden. Die Rituale und Gebete während Jom Kippurs sind eine Zeit der inneren Besinnung und des spirituellen Neuanfangs.

 

Sprüche 20:27 Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des HERRN, durchforschend alle Kammern des Leibes.

 

 

Kulinarische Traditionen: Essen mit Bedeutung

Die kulinarischen Traditionen während der jüdischen Feiertage sind traditionsreich und reich an Symbolik. Von den Matzot zu Pessach bis zu den besonderen Speisen, die zu Chanukka serviert werden, jede Mahlzeit trägt eine Geschichte in sich. Diese Traditionen stärken das Gemeinschaftsgefühl und sind oft Anlass für Familientreffen, wobei das gemeinsame Essen eine zentrale Rolle in der Feier des Glaubens spielt.

Die Rolle des Brauchtums in der jüdischen Kultur

Die Bräuche rund um die jüdischen Feiertage sind vielfältig und reflektieren die reiche kulturelle Identität des Judentums. Sie reichen von den festlichen Tänzen und Gesängen bis hin zu den tiefgründigen Gebeten und Ritualen. Diese Bräuche helfen den Menschen, ihre Wurzeln zu verstehen und ihren Platz innerhalb einer sich kontinuierlich verändernden Welt zu finden.

Die Synagoge 
Zentrum des jüdischen Lebens

Die Synagoge nimmt eine essentielle Stellung im jüdischen Leben ein. Sie fungiert nicht lediglich als Gebetsstätte, sondern auch als Zentrum für gemeinschaftliche Interaktion und den Austausch von Traditionen. In der Synagoge versammeln sich Menschen, um zu beten, Wissen zu erwerben und ihre Identität zu festigen.

Die
 Synagogen  
 AFGHANISTANS

Der Lebenszyklus

Die Synagoge bewahrt über Jahrhunderte tradierte Bräuche, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Diese Traditionen bleiben lebendig und stärken signifikant das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Gemeinschaft. Der Besuch der Synagoge bietet die Möglichkeit, das religiöse und kulturelle Erbe der jüdischen Gemeinde eindrucksvoll zu erleben und zu würdigen.

Die jüdische 
Gemeischaft

In diesem Abschnitt bieten wir umfassende Einblicke in die Bedeutung der Synagoge als zentraler Versammlungsort, der sowohl soziale Dienstleistungen als auch Bildungsangebote bereitstellt. Die Synagoge stellt ein wesentliches Element dar, das die jüdische Gemeinschaft fördert und als zentraler Standort für den Austausch zu jüdischen Themen und Anliegen fungiert.

Der jüdische Jahreszyklus: Ein tiefgreifendes Erbe

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Bildgalerie: Jüdische Feiertage

Hier finden Sie eine Galerie von Bildern, die die Vielfalt und Festlichkeit der jüdischen Feiertage und Rituale dokumentieren. Diese visuellen Eindrücke zeigen das Leben innerhalb der Gemeinde und die Prächtigkeit der Synagoge.

Entdecken Sie die Geschichten unserer Gemeinschaft

In dieser Sektion teilen wir inspirierende Geschichten und Erfahrungen von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde. Diese Berichte beleuchten persönliche Beziehungen zum Glauben und wie Traditionen die Identität der Gemeinschaft stärken.

Traditionen im Wandel der Zeit

Die Weitergabe von Traditionen ist ein zentraler Bestandteil des jüdischen Lebens. In den Geschichten, die hier geteilt werden, finden wir Einblicke in die Art und Weise, wie ältere Generationen ihre Werte und Bräuche an die Jüngeren weitergeben.

Der Einfluss des Glaubens auf persönliche Wege

Jede persönliche Erfahrung ist einzigartig. Hier berichten Mitglieder der Gemeinde, wie ihr Glauben sie in Herausforderungen gestärkt und geleitet hat. Diese Berichte werden häufig von tiefgreifenden Einsichten und emotionalen Momenten geprägt.

Gemeinschaftsprojekte: Zusammenhalt stärken

Gemeinschaftliche Projekte und Initiativen schaffen nicht nur Erinnerungen, sondern stärken auch den Zusammenhalt. Tauchen Sie ein in die Erzählungen über gemeinsame Aktivitäten, die das Gefühl der Zugehörigkeit gefördert haben.

Jüdische Feste und ihre Bedeutung für uns

Die Feier jüdischer Feste bringt Menschen zusammen und fördert den Austausch von Werten und Traditionen. Hier teilen wir Erfahrungen, die zeigen, wie Feste wie Pessach oder Chanukka die Gemeinschaft bereichern und prägen.

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