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Ursprünge der Seidenstraße

Sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China

Wieczorek, Alfried/Lind, Christoph (Hrsg.):Ursprünge der Seidenstraße. Sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China. 320 Seiten mit rund 300 farbigen Abbildungen. 24 x 28 cm. Gebunden mit Schutzumschlag. Stuttgart: Konrad Theiss Verlag 2007.
Wieczorek, Alfried/Lind, Christoph (Hrsg.):Ursprünge der Seidenstraße. Sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China. 320 Seiten mit rund 300 farbigen Abbildungen. 24 x 28 cm. Gebunden mit Schutzumschlag. Stuttgart: Konrad Theiss Verlag 2007.

Sie ist die älteste Handelsverbindung der Welt

Sie ist die älteste Handelsverbindung der Welt. Kein einzelner Weg, sondern ein ganzes Netz von Routen, das von China durch Zentralasien bis zum Mittelmeer führte - die Seidenstraße. Seit jeher zieht sie die Menschen in ihren Bann. Und nicht wenige europäische Sammlungen besitzen Kunstwerke aus der Zeit, als der Buddhismus über diese Verbindung nach China gelangte. Das Augenmerk dieser Ausstellung richtet sich aber auf eine wesentlich frühere Epoche.

Lange bevor der Buddhismus seinen Weg nach China fand, gab es bereits seit der Bronzezeit auf der Seidenstraße regen Austausch. Die besonderen klimatischen Bedingungen in der extrem trockenen Taklamakan, jener berühmten Sandwüste im Tarimbecken, haben uns geradezu sensationell gut erhaltene Funde überliefert, die auch nach Jahrtausenden diese Austauschbewegung bezeugen. Walnüsse und Hirseplätzchen, die aussehen, als hätte man sie eben erst als Grabbeigaben niedergelegt, Textilien, deren Farben kräftig leuchten, und mumifizierte Tote. Zum Teil muten sie uns fremd an, zuweilen werden wir auch mit Personen europäischer Herkunft konfrontiert.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts sind Forscher und Abenteurer entlang der Seidenstraße unterwegs, um die Hinterlassenschaften der unterschiedlichen Kulturen zu entdecken. Die archäologischen Forschungen haben sich in jüngster Zeit maßgeblich intensiviert und professionalisiert. Dabei traten und treten Objekte ans Tageslicht, die eindrucksvoll die kulturelle Vielfalt rund um das Tarimbecken darstellen.

Die Ausstellung präsentiert rund 180 Funde, Keramik- und Metallobjekte, aber auch Holz, Textilien und andere organische Materialien, die trotz ihres hohen Alters - das Spektrum reicht von der Bronzezeit bis in die Han-Dynastie des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts - durch ihren außergewöhnlich guten Erhaltungszustand den Betrachter in eindringlicher Form ansprechen. Das älteste Objekt ist 4000 Jahre alt. Niemals zuvor konnte man außerhalb Chinas eine solch umfangreiche Präsentation eindrucksvoller und vielgestaltiger Objekte sehen, die von den weit reichenden kulturellen Beziehungen der Bewohner entlang der Seidenstraße zeugen.

Der umfangreich bebilderte Begleitband vertieft die zentralen Themen der Ausstellung. Die Autoren, namhafte internationale Fachleute, stellen die neuesten Erkenntnisse zu Aspekten der vorbuddhistischen Seidenstraßenforschung allgemeinverständlich dar.

 

Konrad Theiss Verlag

Konrad Theiss Verlag